Bielkenhagen, Mönchstraße, Katharinenberg - 18439 Stralsund
St. Katharinen gehört zu den wenigen Klöstern Norddeutschlands, deren gotische Substanz fast vollständig erhalten geblieben ist. Mitte des 13. Jahrhunderts gründeten die Dominikaner dieses Kloster. Im Ursprung war dieser Backsteinbau eine 73 Meter lange, dreischiffige Hallenkirche. Eine architektonische Besonderheit ist der Kapitelsaal mit seinem wunderschönen Kreuzrippengewölbe, getragen von acht schlanken Pfeilern mit Gewölbemalereien aus dem 15. Jahrhundert. Er zählt zu den schönsten Innenräumen der niederdeutschen Backsteingotik. Mit der Reformation gelangte das Katharinenkloster in den Besitz der Stadt. 1560 zogen Schüler und Lehrer des damals gegründeten Gymnasiums in den westlichen Teil. Die humanistische Bildungsstätte hatte hier bis 1945 ihr Domizil. Der östliche Klosterteil war bis 1919 städtisches Waisenhaus.
Im Laufe der Jahrhunderte wurden zahlreiche Umbauten vorgenommen, geblieben ist jedoch der architektonische Reiz der verschiedenen Räumlichkeiten. Dieser wird durch die heutige Nutzung noch erhöht. Denn seit 1951 beherbergt es das bekannte Deutsche Meeresmuseum, Museum für Meereskunde und Fischerei, sowie seit 1924 das Kulturhistorische Museum.