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title: "St. Marienkirche Stralsund"
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St. Marienkirche Stralsund
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Marienkirche Stralsund

Marienkirche Stralsund

Marienkirche Orgel

Marienkirche Stralsund

Die Marienkirche, auch St. Marien genannt, ist die größte Kirche der Stadt. Vom 104 Meter hohen Turm (366 Stufen) der Marienkirche hat man einen einmaligen Blick über Stralsund bis nach Rügen. Und auch unsere Führungen sind sehr gefragt.

Als größte Pfarrkirche von Stralsund wurde die Marienkirche 1298 erstmals erwähnt. Der ursprüngliche Bau wurde 1382 beim Einsturz des Turmes zerstört. In der heutigen Form wurde sie im Zeitraum 1384 - 1478 erbaut. Das imposante Westwerk, es wurde ab 1416 errichtet, ist ohne Parallele in der zeitgenössischen Architektur. Es ist zusammengefügt aus zwei Seitenhallen und den überragenden Mittelturm, den vier kleine Treppentürme flankieren. Der Hauptturm trug bis 1647 einen spitzen Helm, mit dem die Kirche eine beachtliche Höhe von insgesamt 151 m hatte. Mit diesen 151 Metern war die Marienkirche bis 1647 das höchste Gebäude der Welt. Ein durch Blitzschlag verursachter Brand vernichtete den gotischen Spitzturm und er wurde im Stil der Zeit durch eine deutlich niedrigere Barockhaube ersetzt.

Der jetzige 104 m hohe barocke Turmhelm stammt aus dem Jahre 1708. Die Marienkirche ist die jüngste gotische Backsteinbasilika im nordischen Raum. Sie besitzt einen polygonalen Chorumgang mit Kapellenkranz. Ungewöhnlich ist das dreischiffige Querhaus. Der Innenraum beeindruckt durch seine Größe. Er ist 96 m lang, 41 m breit und im Mittelschiff 32,95 m hoch. Die Marienkirche ist damit - nach der Marienkirche zu Danzig - als die zweitgrößte Backsteinkirche im Hanseraum zu betrachten. 1807-1810 diente das Gotteshaus den französischen Besatzungstruppen als Kaserne und Heumagazin. Von der ursprünglichen Ausstattung konnte nur wenig erhalten werden. Kostbarster Besitz der Kirche ist die Barockorgel, geschaffen 1659 vom Lübecker Orgelbaumeister Friedrich Stellwagen. Des Weiteren die Grabsteine und die Epitaphien im Chorumgang und Querschiff, das barocke Taufgehäuse aus dem Jahre 1738, das Grabmal des Grafen von Lilljenstedt, der Marmortaufstein und die drei Renaissance-Kronleuchter. Und wer schließlich die 366 Stufen des 104 m hohen Turmes ersteigt, dem bietet sich ein fantastischer Blick. Das ganze Jahr über finden verschiedene Orgelkonzerte statt.

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